Ein Schlaganfall kann jeden treffen

Vorhofflimmern tritt meist plötzlich und ohne spürbare Symptome auf. Das Vorsorgeprogramm RhythmusLeben gibt Ihnen Sicherheit.

Die unsichtbare Gefahr – unentdecktes Vorhofflimmern

Preventicus Vorsorgeprogramm Vorhofflimmern

Was ist Vorhofflimmern?

Der Sinus-Knoten, ein Nervengeflecht im rechten Vorhof, steuert über elektrische Signale den Herzschlag. Er sorgt dafür, dass der Herzmuskel sich anspannt und wieder entspannt, damit das Blut durch den Körper zirkuliert. Bei Vorhofflimmern ist dieser Ablauf gestört: Das Signal des Sinusknotens wird durch kreisende elektrische Impulse in den Vorhöfen überlagert. In der Folge kommt es zu unkontrollierten Muskelanspannungen der Vorhöfe: Sie flimmern und der gesamte Herzrhythmus gerät aus dem Takt.

Oft bleibt Vorhofflimmern unentdeckt, da es meist gelegentlich und ohne spürbare Symptome auftritt. Unerkannt und unbehandelt begünstigt es die Bildung von Blutgerinnseln. 

Preventicus Vorsorgeprogramm Schlaganfall Vorsorge

Wie kommt es zum Schlaganfall?

Gelangen entstandene Blutgerinnsel in die Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, wird es nicht mehr ausreichend durchblutet und die Sauerstoffzufuhr blockiert. Typische Anzeichen sind Störungen oder Ausfall von Körper- und Sinnesfunktionen wie starke Kopfschmerzen, Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen. Ein Schlaganfall ist ein akuter Notfall und muss sofort behandelt werden. Oftmals sind die Folgen lebenslange Behinderungen bis hin zum Tod.

Die gezielte Erkennung von Vorhofflimmern sowie die medikamentöse Unterdrückung der Blutgerinnselbildung ist eine der effektivsten Möglichkeiten zur Schlaganfallvorsorge.

 

Preventicus Vorsorgeprogramm Vorhofflimmern erkennen

RhythmusLeben schützt Sie

Da Routine-Untersuchungen vom Facharzt oft nicht ausreichend sind, empfehlen Kardiologen zusätzliche Vorsorgemaßnahmen selbst durchzuführen. Die App Preventicus Heartbeats macht es Ihnen möglich, Ihren Herzrhythmus einfach und zuverlässig im Blick zu behalten – eigenständig, regelmäßig und kontaktfrei. Und falls nötig, profitieren Sie von spezialisierten Kardiologen, die Ihren Haus- oder Facharzt unterstützen.

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Sind Sie gefährdet?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen Vorhofflimmern und damit auch das Risiko für einen lebensbedrohlichen Schlaganfall. Sie sollten ab einem Alter von 65 Jahren teilnehmen, oder wenn Sie 55 Jahre und älter sind und folgende Vorerkrankungen haben:

Bluthochdruck ist eine immense Belastung für das Herz, die Wahrscheinlichkeit einer Herzrhythmus-Störung nimmt durch die dauerhaft hohe Druckbelastung zu. Sie sollten Ihren Herzrhythmus kontinuierlich messen, wenn Ihr Blutdruck über einem Wert von 140/90 mmHG liegt und auch wenn Sie bereits wegen Bluthochdruck in Behandlung sind.

Diabetiker haben ein zwei bis vier Mal höheres Risiko für Herzrhythmus-Störungen. Gerade zu Beginn der Krankheit ist es wichtig, den Herzrhythmus im Auge zu behalten, denn Vorhofflimmern kündigt sich sporadisch an und kann dann nur durch gezielte Vorsorge entdeckt werden.

Sie haben schon einen Schlaganfall gehabt? Minimieren Sie Ihre Risikofaktoren und behalten Sie Ihren Herzrhythmus im Blick, damit Sie dieses Schicksal nicht ein weiteres Mal durch Vorhofflimmern erleiden müssen.

Eine zeitweilige Durchblutungsstörung (TIA – transitorische ischämische Attacke), die mit vorübergehenden Lähmungen, Sprach- und Bewusstseins-Störungen einhergeht, wird durch Blutgerinnsel ausgelöst, die eine Begleiterscheinung von Vorhofflimmern sein können.

Wenn Sie schon einen Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombo-Embolie) hatten, sollten Sie besonders wachsam für den Risikofaktor Vorhofflimmern sein, der das Entstehen von Blutgerinnseln begünstigt.

Arterienverkalkung (Arteriosklerose) entsteht durch Ablagerungen an den inneren Wänden der Schlagadern. Ausgeschwemmte Blutgerinnsel können die verengten Arterien verstopfen, die Sauerstoff-Versorgung unterbrechen und Organe schädigen. Frühzeitig erkanntes und therapiertes Vorhofflimmern schützt vor dem Entstehen von Blutgerinnseln.

Sind die Herzkranzgefäße durch Gefäßablagerungen verengt (KHK – koronare Herzkrankheit), ist die Sauerstoff-Versorgung des Herzens nicht ausreichend gewährleistet. In der Folge können Herzerkrankungen entstehen, zu denen auch Herzrhythmus-Störungen wie Vorhofflimmern gehören.

Verengte Arterien in den Beinen, seltener auch in den Armen (PAVK – periphere arterielle Verschlusskrankheit) können ein Warnzeichen für insgesamt verengte Arterien sein. Häufig sind auch die Arterien am Herz betroffen. Das erhöht das Risiko für Herzrhythmus-Störungen wie Vorhofflimmern.

Ein Herzinfarkt kann das Herzgewebe schädigen, in der Folge sterben Herzmuskelzellen ab. Das beeinträchtigt, oftmals als Spätfolge, die Leistung des Herzens und circa ein Fünftel der Herzinfarktpatienten entwickeln Vorhofflimmern.

Eine chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz) vermindert die Pumpleistung des Herzens. Das Herz ist immer weniger in der Lage, den Körper und die Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Das schränkt die körperliche Leistungsfähigkeit ein und kann auch zu Vorhofflimmern führen.